Info

Das iPhone ist ein von Apple entwickeltes Smartphone, welches sich durch seine klare Formensprache und den iPod-ähnlichen Medienspieler auszeichnet. Die Steuerung des iPhone erfolgt vor allem über den Bildschirm. Dieser besitzt eine Multi-Touch-Funktionalität, d. h. ermöglicht eine ergonomische Bedienung über mehrere Finger gleichzeitig. Außerdem wird das iPhone nur noch mittels zweier Tasten, einer Wippe und eines Schiebeschalters bedient.

Nach Angaben von Apple vereint das iPhone die Funktionen eines „Breitbild“-iPod-Video-Medienspielers[2] mit denen eines Mobiltelefons mitDigitalkamera und Internetzugang.

Der iPhone-Verkaufsstart in den USA war am 29. Juni 2007. Das Mobiltelefon wird in den USA ausschließlich in Kooperation mit dem amerikanischen Mobilfunkkonzern AT&T Wireless angeboten.[3] In Europa wird das Gerät seit dem 9. November 2007 verkauft; zuerst in Deutschland und Großbritannien, seit dem 28. November auch in Frankreich und seit dem 14. März 2008 in Österreich und Irland. In Asienund Australien wird nach Medienberichten mit einer Markteinführung im Jahr 2008 gerechnet. Das US-Magazin Time wählte das iPhone zur „Erfindung des Jahres 2007“.[4]

Die − gemessen an der kommerziell geringen Bedeutung des iPhones für den gesamten Mobiltelefon-Markt − überproportionale Medienresonanz war jedoch nur zum Teil eine Reaktion auf die besonderen Merkmale. Häufig wurden stattdessen der Lifestyle-Faktor des Geräts und die juristischen Auseinandersetzungen um die Vermarktung thematisiert.

 

 

Technik

Größenvergleich zwischen einem iPod (5G), iPhone und iPod Nano (1G, von unten nach oben)

Größenvergleich zwischen einem iPod (5G), iPhone und iPod Nano (1G, von unten nach oben)

Rückseite des Gerätes, in der Ecke links oben ist die Linse der Kamera zu sehen

Rückseite des Gerätes, in der Ecke links oben ist die Linse der Kamera zu sehen

Nach Angaben des CEO von Apple, Steve Jobs, wurden während der Entwicklung des iPhones über 300 Patente angemeldet. Welche dieser Patentanmeldungen (wobei im amerikanischen Sprachbereich auch Geschmacksmuster als [design] patents bezeichnet werden) auch zu Schutzrechten, insbesondere im europäischen Raum führen, unterliegt den jeweils maßgeblichen Prüfungsverfahren für diese Anmeldungen und dem vorhandenen Stand der Technik. Dem Europäischen Patentamt liegt zumindest eine Patentanmeldung vor.[27]

Zulieferer und Fertigung

Die Federführung der Produktion des Bildschirms hat das deutsche SDAX-Unternehmen Balda.[28] Die Produktion selbst erfolgt unter anderem durch den Bildschirm-Hersteller TPK in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Xiamen.[29] Balda ist zu 50 Prozent Anteilseigner von TPK. Die Fertigungsmaschine, mit der die neuartigen Tastschirme für das iPhone von Apple produziert und mit der auch sonstige Oberflächen von Kunststoffteilen für Mobiltelefone und tragbare Spielekonsolen veredelt werden können, wurde von Balda in Kooperation mit dem TecDAX-notierten Maschinenbauer Singulusentwickelt.[30] Als weiterer Touchscreen-Lieferant wird der japanische Elektronikkonzern Sharp vermutet, der dies, ähnlich wie Balda, bisher jedoch nicht offiziell bestätigt hat.[31] Kurz vor der Markteinführung Ende Juni 2007 wurde berichtet, dass die Balda-Order erhöht worden sei, weil es bei Sharp Lieferverzögerungen bei den Tastbildschirmen gebe. Balda denke deshalb über den Bau eines zweiten Werkes in Xiamen nach.[32]

Der im iPhone verbaute NANDFlash-Speicher stammt von den Firmen Hynix, Intel, Micron, Samsung Electronics und Toshiba, mit denen Apple eine Übereinkunft bis 2010 vereinbart hat.[33] Die Hardware-Stücklisten- und Fertigungskosten des iPhones liegen Apple-Analysten zufolge bei $ 265,83 für das 8 GB-Modell und somit bei etwa 67 % des Verkaufspreises. Die Fertigungskosten des Tastschirms sollen laut iSuppli bei rund $ 27 liegen.[34] Ein weiterer Zulieferer ist Infineon, wie die Bestückung der Leiterplatte zu erkennen gibt.[35]

Prozessor und Grafikkarte

In dem Apple iPhone arbeiten ein 620 MHz ARM 1176 Prozessor [36] [37], sowie eine 120 MHz PowerVR MBX Grafikkarte [38] [39] die bis zu vier Millionen Dreiecke pro Sekunde verarbeiten können soll. Die PowerVR MBX Technologie wird auch im N95 von Nokia zur Darstellung von Spielen eingesetzt.

Bedienung

Das iPhone ist mit einem Touchscreen mit einer Abdeckung aus optischem Glas ausgestattet, den Apple als Multi-Touch bezeichnet und der theoretisch bis zu zwölf Berührungsimpulse gleichzeitig verarbeiten kann. Das iPhone verfügt lediglich über vier physische Bedienungselemente: einen sogenannten Home-Button auf der Vorderseite sowie seitlich einen Lautstärkeregler, eine Klingelton- und eine Sleep-Taste. Es kann wahlweise eine Ziffern- oder Buchstaben-Tastatur auf dem Bildschirm vom Hauptmenü des Betriebssystems aus aufgerufen werden.

Sensoren

Das iPhone hat außerdem drei Sensoren, mit denen das Gerät automatisch die Eingabefunktion sowie die Bildschirmbeleuchtung ausschaltet, wenn es an das Ohr gehalten wird. Die Anzeige wird ferner automatisch umgestellt, wenn das Gerät vertikal oder horizontal gehalten wird oder die Lichtverhältnisse in der Umgebung eine Anpassung der Bildschirmhelligkeit erforderlich machen.

Mobilfunk und Vernetzung

Der SIM-Kartenslot des iPhones mit eingelegter SIM-Karte

Der SIM-Kartenslot des iPhones mit eingelegter SIM-Karte

Das Bluetooth-Headset des iPhone. Auf der Oberseite des Mikrofonarms die Taste zum Annehmen von Gesprächen.

Das Bluetooth-Headset des iPhone. Auf der Oberseite des Mikrofonarms die Taste zum Annehmen von Gesprächen.

Die Telefonie erfolgt über GSM und Daten können per EDGE empfangen werden. Das Gerät ist ein sogenanntes Quadband-Telefon und unterstützt dieFrequenzen 850, 900, 1800 und 1900 MHz. Des Weiteren kann es sich per WLAN (802.11b/g) oder Bluetooth verbinden. Da sich das iPhone nicht an den Bluetooth-Standard Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) hält, ist eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Bluetooth-Stereo-Geräten wie Kopfhörern und Autoradioschnittstellen anderer Hersteller nicht möglich.[40] Auch zahlreiche andere Bluetooth-Profile sind nicht vorhanden oder aktiviert. Das iPhone unterstützt keinen Breitbandzugang per UMTS oder HSDPA. Auch die im November 2007 eingeführte Europa-Version verfügt nicht über UMTS. Aufgrund der im Vergleich zu den USA noch schlechten Netzabdeckung mit dem Übertragungsstandard EDGE werden die Kunden vielfach auf GPRS zurückgreifen müssen.[41] T-Mobile kündigte allerdings an, „bis Ende 2007 […] EDGE im gesamten GSM-Netz an[zu]bieten“.[42]

Anrufbeantworter

Mit „Visual Voicemail“ können aufgesprochene Nachrichten übersichtlich in einer Liste angezeigt werden. Das Anrufen des Anrufbeantworters entfällt so. Die Mobilfunkanbieter müssen für diesen Dienst Server mit Apple-Software betreiben. Im Dezember 2007 erhob die US-Firma Klausner Technologies Klage gegen Apple und AT&T wegen vermuteter widerrechtlicher Nutzung von zwei Patenten bei „Visual Voicemail“.[43]

Medienwiedergabe

Der Prozessor des iPhone ermöglicht das Abspielen von hochauflösenden komprimierten Videos im H.264-Standard, die auf die 480 × 320 Pixel des Bildschirms heruntergerechnet werden. MMS für Audio und Video wird nicht unterstützt.[44] Das Gerät besitzt sämtliche Funktionen (außer der Liedertextanzeige) des Apple iPodmit Video-Abspielmöglichkeit und die aus iTunes bekannten Animationen der CD-Titelbilder (Cover Flow). Bei der Wiedergabe von Videos wechselt die Ansicht in die Horizontale, wodurch man einen Widescreen-Bildschirm erhält.

Digitalkamera

Das Gerät verfügt über eine Zwei-MegapixelDigitalkamera, deren Linsenöffnung in der Rückwand des Mobiltelefons ausgespart ist und die nur Einzelbilder aufnehmen kann.

Datenspeicher

Bei dem Speicher des iPhone handelt es sich um 8 beziehungsweise 16 GB großen NANDFlash-Speicher. Ein Erweiterungs-Steckplatz für Speicherkarten ist nicht vorhanden. Die Größe des Arbeitsspeichers (RAM) beträgt 128 MB DRAM.

Energiespeicher

Die Akkukapazität des Lithium-Polymer-Akkus genügt laut Hersteller für Telefongespräche von bis zu acht Stunden sowie sieben Stunden für Videofunktionen und sechs Stunden Surfen im Internet. Sie solle ferner ausreichen, um mit dem iPhone bis zu 24 Stunden Musik hören zu können. Die Akkukapazität im Standby-Modus betrage 250 Stunden.[45] Nach ersten Tests beträgt die Sprechzeit über sieben Stunden, Musik kann man knapp über 22 Stunden lang hören, und bei Internetnutzung entlädt sich der Akku in etwas mehr als neun Stunden.[46] Der eingebaute Akku kann vom Anwender nicht selbst ausgetauscht werden.[47] Apple selbst bietet den Wechsel für rund $ 86 (inklusive Versandkosten) innerhalb von drei Werktagen an; ein Verfahren, das von Verbraucherschützern scharf kritisiert wird.

Anschlüsse

Das iPhone verfügt über eine 30-polige Anschlussbuchse Dock-Connector, die physikalisch weitgehend identisch mit der der iPods ist. Der Anschluss enthält Leitungen für Stereoton, Composit-Video (FBAS), Komponenten-Video (NTSC und PAL, eine Neuerung gegenüber früheren iPods, die einen S-Video Ausgang haben; für die Verwendung dieses Ausgangs mit typischen europäischen Fernsehern wird eine Wandlerbox zur Wandlung in ein SCART-RGB-Signal benötigt), eine serielle Schnittstelle (zum Beispiel zur Steuerung), USB und Firewire. Es ist nicht bekannt, ob einer der bisher beim iPod freien Kontakte des Dock-Connectors zum Anschluss einer externen Antenne dienen kann. Das iPhone verfügt nicht über einen speziellen Antennenanschluss. Auf der Oberseite des iPhone ist eine 3,5 Millimeter-Klinkenbuchse mit vier Kontakten (Stereoübertragung plus Zusatzleitung zum Anschluss des Mikrophons des Headsets oder eines TTYSchreibtelefons für Gehörlose und Schwerhörige) untergebracht, in die Kopfhörer und Headsets eingesteckt werden können.

 

Via Wikipedia.

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